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Ganz ähnliche Einstellungen gibt es in Femme dangereuse (1993), wo die Heldin nach dem Verlust ihres Mannes und einem Rachefeldzug wieder auf einem solchen Feld steht und nicht weiß, wie es nun weitergehen soll. Solche Bilder, in denen er die Einsamkeit einfängt, den Verlust und das schmerzliche Bewusstsein, dass man kurz zuvor noch etwas hätte ändern können, jetzt aber nicht mehr, gibt es bei Rollin sehr häufig. Und darin bin ich keine Ausnahme, darin gleiche ich dem Gros der Menschen, die ich in Amerika kenne und denen ich zufällig begegne, im Cyberspace und anderswo — sonst besäße der MCI-Werbeslogan, den ich eingangs zitierte, auch schwerlich die Massenwirkung, die eine solche Millionenkampagne erfordert.
Heute ist nichts mehr an meinem Alltag noch so, wie es vor fünf Jahren war — wie ich lebe, mit wem und für wen ich arbeite, worüber ich schreibe, alles ist neu: neue Orte, neue Menschen, neue Gewohnheiten, neue Themen. Wenn so etwas fast bankrott möglich war, dachte sich Selsky, konnte man für knapp über Geld auch einen ganzen Spielfilm ins Kino bringen. Zeichne auf der rechten und linken Seite der U-Formen eine zusätzliche Kurve, um einen dreidimensionalen Effekt zu erzielen.
Und a fortiori, warum war diese Müdigkeit einer obskuren Minderheit, selbst wenns sie gab, ein so wichtiges Thema? Ausgenommen eigener praktischer Erfahrungen und Erkenntnisse, bedienen sie sich freizügig bei allem, was es im angelsächsischen Raum an neo-ludditentümlichen Schriften gibt, während sie den breiten Technik-Optimismus, auf den diese Schriften ja nur die Reaktion darstellen, souverän keines Blickes würdigen. Man kann in Le viol du vampire durchaus die Hommage eines Regie-Außenseiters an Langlois sehen, denn in dem Film spiegelt sich das wilde Durcheinander, das man täglich in der Cinémathèque geboten bekam (das Vorgehen des Ministers belegt, dass auch diese Art der Grenzaufhebung politisch ist).